Tauchausflug nach Sachsen

Ein knappes Dutzend Seesterne haben sich über das lange Vatertags-Wochenende in Richtung Sachsen aufgemacht, um ein paar der dort reichlich vorhandenen Steinbrüche zu betauchen.

Die Wahl fiel auf die Steinbrüche Wetro, Prelle, Horka und für auf dem Rückweg noch ein Zwischenstopp in Ammelshain.

Los gehen sollte es am Mittwoch nach der Arbeit, Ziel war eine Pension mehr oder weniger im Mittelpunkt der Seen, von der es jeweils in Tagestouren zu den einzelnen Tauchplätzen ging.

Die Anfahrt erwies sich als streckenweise recht anstrengend wegen vieler Baustellen, Berufsverkehr und heftigen Regenschauern (beste Voraussetzungen für ein schönes Tauchwochenende ;-)).

Irgendwann haben es jedoch dann alle geschafft und in der Pension gab es ein lecker Abendessen zur Stärkung.

Am nächsten Tag ging es dann zum Steinbruch Wetro – oder die Goldgrube, wie der See tatsächlich heißt. Am schön gelegenen See ist auch die Tauchbasis Wetro ansässig, die alles anbietet, was der Taucher braucht, inklusive Campingmöglichkeit im Wald.

Der See selbst besteht aus zwei Kesseln, die über einen Damm getrennt sind. Der Damm ist jedoch in ca. 18 m Tiefe, es ist also kein Problem, die Kessel währen eines Tauchgangs zu wechseln.

Zu sehen gibt es neben Steilwänden und den üblichen Abbau-Relikten auch einiges an Fischen und Pflanzen zu sehen, allerdings eher im Flachwasser.

Nach zwei Tauchgängen ging es dann allmählich wieder zurück in die Pension zu einem ordentlichen Burger, Schnitzel oder Wildschweingulasch.

Am zweiten Tauchtag ging es dann zum Steinbruch Prelle, betreiben von der Tauchbasis Steina, die auch direkt an der Tauchbasis einen betauchbaren See hat. Die Entscheidung fiel trotz der hier vorhandenen Infrastruktur auf die Prelle, eine vorangegangene Recherche hat ergeben, das dieser der interessantere See ist. Also, an der der Tauchbasis angemeldet und weiter zur Prelle.

Dort hatten wir wir den See dann exklusiv für uns und konnten uns entsprechend breit machen – übrigens bei allerbestem Trockie-Wetter – soll heißen: trocken, gelegentlich etwas Sonne, aber nicht so heiß, als dass man in einem Trockie eingeht. Der See selber ist ein klassischer Steinbruch, also mit viel Steilwand, entsprechender Tiefe und einigen Relikten aus der aktiven Zeit, aber auch mit einem schön mit Flora und Fauna versehenem Flachwasserbereich, der vor allem als einfacher Einstieg dient.

Nach dem zweiten Tauchgang ging es dann nach einem kurzen Besuch in der Tauchbasis zum Füllen wieder zurück ins Basislager (die Pension), bzw. die Campingfraktion hat sich bereits zum nächsten Ziel – Horka – aufgemacht. Dort hat sich dann auch am folgenden Tag der Rest der Truppe eingefunden. An dem Steinbrauch ist ebenfalls eine Tauchbasis vorhanden, die alles Nötige bereitstellen kann, Vom Briefing zum See, über Luftversorgung bis hin zur leckeren Bratwurst in der Tauchpause.

Auch hier ist wieder Kesseltauchen angesagt, allerdings mit Haien und allerlei anderem Kram, der im See versenkt wurde. Es gibt auch zwei Flachwasserarme, die reich an Fisch und Bewuchs sind – für alle, die nicht so tief tauchen wollen oder auch mal einen Fisch sehen wollten.

Und so näherte sich auch diese Wochenende so langsam dem Ende. Auf dem Rückweg lag noch Ammelshain, das Verbandsgewässer des Sächsischen Landestauchsportverbandes, wo wir noch mal anhielten um die Druckluftflaschen noch leer zu machen. Die Ankunft war jedoch erst einmal mit einem Schrecken verbunden, angesichts der Menschenmassen, die sich auf dem Geländer herumtollten. Ein genauerer Blick und die Nachfrage beim Taucbasenbetreiber hat dann aber ergeben, dass an dem Wochenende eine große Jugendveranstaltung stattgefunden hat und die Teilnehmer schon im Aufbruch waren. So waren wir dann eine halbe Stunde nach Ankunft schon fast alleine auf dem Gelände und konnten so den letzten Tauchgang in Ruhe vorbereiten.

Nach einem kleinen Waldspaziergang (in voller Montur – also Trockie / Doppelgerät für die Meisten ;-)) standen wir dann am Einstieg und konnten noch eine Runde drehen.

Nach dem Rückmarsch ging es dann auch relativ zügig ans Zusammenräumen und ab nach Hause.

Alles in Allem ein schönes, langes Wochenende mit dem Besuch einiger neuer Seen mit einigen netten Tauchgängen – auch wenn die Sicht nicht immer so ganz optimal war, überraschend gutem Wetter siehe Einleitung) und einer Truppe, die Spaß an der Sache hatte.

Hier geht es zur Bildergallerie.

spr